Seit 2025 engagiere ich mich für das Frauenlandhaus Charlottenberg und für die Idee, Frauen einen besonderen Ort für Begegnung, Bildung, Erholung und persönliche Entwicklung zu erhalten.
Als Hausleiterin des Frauenlandhauses verbinde ich heute unterschiedliche Aufgabenbereiche: die organisatorische Führung des Hauses, die Entwicklung des Seminar- und Veranstaltungsprogramms, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing sowie die Begleitung von Gruppen und Referentinnen. Besonders wichtig ist mir dabei, den besonderen Charakter des Frauenlandhauses als gewachsenen Frauenort zu bewahren und ihn zugleich zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Ich schätze die Vielfalt der Frauen, die hier zusammenkommen, ebenso wie die unterschiedlichen Ideen, Fähigkeiten und Lebensentwürfe, die das Haus prägen. Eine offene, wertschätzende und respektvolle Atmosphäre ist für mich die Grundlage dafür, dass Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen gelingen können.
Das Frauenlandhaus ist für mich weit mehr als ein Seminar- und Tagungshaus. Es ist ein Ort mit Geschichte, mit einer starken feministischen Idee und mit einer besonderen Verbundenheit vieler Frauen. Ich möchte dazu beitragen, dass dieser Ort auch für kommende Generationen erhalten bleibt und Raum für neue Begegnungen, Impulse und Gemeinschaft bietet.
Diese Geschichte und das, was über viele Jahre gewachsen ist, sind für mich eine wertvolle Grundlage für die weitere Entwicklung. Zugleich möchte ich Raum dafür schaffen, dass neue Ideen entstehen, neue Frauen erreicht werden und sich das Haus mit den Bedürfnissen der Gegenwart und Zukunft weiterentwickeln kann.
Eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung dieses besonderen Ortes ist die SAPPhO-Stiftung, in deren Eigentum sich das Frauenlandhaus seit 2001 befindet. Stiftung und Verein tragen auf unterschiedliche Weise Verantwortung für die Zukunft des Hauses. Die Stiftung hat sich der Sicherung und Förderung von Frauen- und Lesbenprojekten verschrieben und schafft damit einen wichtigen Rahmen für den Erhalt von Orten, an denen Frauen ihre eigenen Lebensentwürfe entwickeln und Gemeinschaft erfahren können.
In meiner Arbeit sehe ich mich daher auch als Bindeglied zwischen der Geschichte des Frauenlandhauses, den Frauen, die es heute mit Leben füllen, und der Verantwortung, diesen Ort für die Zukunft zu bewahren. Mir geht es darum, das Gute und Bewährte wertzuschätzen und zu erhalten, zugleich notwendige Veränderungen mutig anzugehen und Neues dort zu ermöglichen, wo es das Bestehende sinnvoll ergänzt und stärkt.
Neben meiner Tätigkeit im Frauenlandhaus bringe ich einen akademischen Hintergrund sowie langjährige berufliche Erfahrung in der Konzeption, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Seminaren, in Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Projektentwicklung mit. Die Verbindung von konzeptioneller Arbeit, praktischer Gestaltung, Seminararbeit und dem direkten Kontakt mit Menschen entspricht dabei besonders meiner Arbeitsweise.
Mein Anliegen ist es, das, was sich bewährt hat und uns trägt, zu bewahren und zugleich durch Neues sinnvoll und tragfähig zu ergänzen – damit gemeinsam mit anderen ein lebendiger und zukunftsfähiger Ort für Frauen entstehen und wachsen kann.
